Reisetermin: Fr. 08.05. – Fr. 15.05.2026 (8 Tage)
Busfahrer: Matteo Mattei
Reisebus: KI-BUS 1
Reisebericht: Sieglinde Heitzendorfer
Hotel Castiglione d. Pescaia: 4*-Hotel Hotel L’Approdo
Hotel Insel Elba: 4*-Hotel Airone del Parco e Terme
Hotel Bologna/Zentrum: 4*-Zanhotel Tre Vecchi
Bella Italia – wir kommen!
Früh aus den Federn hieß es für unsere kleine Reisegruppe am Freitag, dem 8. Mai. Die Belohnung dafür ließ nicht lange auf sich warten, denn ein herrlicher, tiefroter Sonnenaufgang begleitete uns auf der Autobahn in Oberösterreich. Ebenso konnten wir bereits am Vormittag einen ersten Cappuccino und ein erstes Cornetto (eine Art Croissant, nur besser) auf italienischem Boden genießen. Buongiorno, dolce vita!
Nach der Durchquerung der Regionen Friaul-Julisch Venetien, Venetien und Emilia-Romagna erreichten wir am frühen Abend schließlich die südliche Toskana und somit unser Ziel für die ersten paar Tage – das am Yachthafen gelegene Hotel L‘Approdo in Castiglione della Pescaia. Ein erstes Kennenlernen der anderen Reisegäste bei einem Welcome Drink und anschließendem Abendessen rundeten den Tag perfekt ab.
Atemberaubende Küsten, malerische Dörfer und spektakulär gelegene Städte
Die großartige Lage unserer Unterkunft erlaubte es uns, zahlreiche Highlights der Gegend – die auch als Maremma bezeichnet wird – zu erkunden. Die Maremma ist das wilde, ehemals unbewohnbare Sumpfgebiet der Südtoskana zwischen Siena und Rom. Seit der Trockenlegung lebt man hier hauptsächlich von der Landschaft. Massentourismus gibt es nicht.
Mit der äußerst kompetenten und herzlichen Reiseleiterin vor Ort – Andreina – ging es durch die wunderschöne, sehr grüne und relativ dünn besiedelte Provinz Grosseto zum Hafen Porto Santo Stefano, wo bereits die Fähre zur Insel Giglio bereitstand. Giglio ist das zweitgrößte Eiland (nach Elba) im toskanischen Archipel und definitiv eine Reise wert. Kristallklares Wasser, traumhafte Buchten und pittoreske Häuschen zieren die Granitinsel und ziehen einen sofort in den Bann.
Während auf Giglio die Sonne im Meer glitzerte, zeigte uns die südliche Toskana bei einem Ausflug ins Hinterland ein ganz anderes Gesicht, die aber weder der guten Stimmung innerhalb unserer Reisegruppe, noch der landschaftlichen Ästhetik einen Abbruch tat. Nach dem Besuch eines Weinkellers inklusive Verkostung standen die drei Tuffsteinstädte Pitigliano, Sovana und Sorano am Programm. Diese haben ihre Wurzeln in der etruskischen Hochkultur und verzauberten uns selbst bei Regenwetter durch ihre imposante Lage, umgeben von üppiger Vegetation in den unterschiedlichsten Grüntönen, tiefen Schluchten und verziert durch die ein oder andere Nebelschwade. Eine ruhige, fast schon mystische Atmosphäre machte sich breit, die nur kurz einmal durch eine vorbeilaufende Schafherde und dem Auftauchen einer kleinen Wildschweinfamilie unterbrochen wurde.
Auf den Spuren von Napoleon und noch viel mehr …
Die zweite Hälfte unserer Reise führte uns zuerst mit dem Bus von Castiglione della Pescaia nach Piombino, von wo aus wir mit der Fähre auf die Insel Elba – die drittgrößte Insel Italiens nach Sizilien und Sardinien – übersetzen. Nach etwa einer Stunde am Meer – dieses Mal inklusive Weiermair Bus – erreichten wir den Hafen von Portoferraio. Nach einem ersten Beschnuppern der Stadt mit dem traumhaften Strand „Spiaggia delle Ghiaie“ ging es am Nachmittag zum Hotel Airone del Parco e Terme. Der restliche Tag stand zur freien Verfügung und man hatte die Qual der Wahl, entweder die Annehmlichkeiten der wunderschönen Unterkunft zu genießen, oder das Angebot von Matteo in Anspruch zu nehmen und nochmal mit ihm in die malerische Stadt Portoferraio zu fahren. Egal wofür man sich entschieden hat, das Wetter spielte auf jeden Fall mit.
Einen umfangreichen Überblick über Elba im historischen Kontext verschaffte uns die dortige Reiseleiterin Rosalba. Mit unermüdlichem Einsatz und detailreichem Wissen versuchte sie, uns vor allem einen Einblick in das Leben Napoleons zu geben. Wir besichtigten dazu die Villa dei Mulini, Napoleons einstige Stadtresidenz, die zwischen den Festungen Forte Falcone und Forte Stella in Portoferraio liegt, aber auch seine Sommeresidenz Villa San Martino im Landesinneren. Ebenso statteten wir dem Theater „Teatro dei Vigilanti“, das Napoleon errichten ließ, einen kurzen Besuch ab.
Neben Napoleon hat Elba aber noch so viel mehr zu bieten. Bei einer Busfahrt entlang der wildromantischen Westküste offenbarten sich immer wieder herrliche Ausblicke auf das Meer und wir konnten sogar die Insel Korsika in der Ferne erkennen. Abschnitte mit schroffen Felsen und malerischen Fischerdörfern wechselten sich ab. Dank einiger Fotostopps konnten wir viele schöne Motive festhalten.
Auch die Ostküste der Insel war unvergesslich und ein absolutes Highlight. Von Porto Azzurro aus – einem entzückenden Fischerdorf – starteten wir unsere abenteuerliche Bootsfahrt entlang der sogenannten Möwenküste. Der Seegang war ganz ordentlich, doch die vielen Möwen rund um uns, sowie die tollen Ausblicke auf die Grotten und Buchten ließen uns die kleinen Turbulenzen schnell vergessen.
Bologna und arrivederci Italia!
Am vorletzten Tag hieß es Abschied nehmen von Elba und der Toskana. Von Portoferraio ging es wieder retour aufs Festland nach Piombino, und weiter Richtung Norden bis Bologna, wo wir dank eines sehr zentral gelegenen Hotels – Zanhotel Tre Vecchi – die zahlreichen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt wie die Piazza Maggiore, die Basilica San Petronio, die schiefen Türme und vieles mehr auf eigene Faust zu Fuß erkunden konnten. Gleich um die Ecke faszinierte uns das sogenannte „Finestrella di Via Piella“ mit einem ganz besonderen Blick – „Klein-Venedig“ lässt grüßen …
Der letzte Tag war leider viel zu schnell da, doch mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck ging es wieder nach Hause.
Grazie mille!
Ein besonderes Dankeschön gilt Matteo Mattei, der uns als Busfahrer nicht nur knapp 2.200 Kilometer mit sehr angenehmer Fahrweise chauffiert und den Bus stets sauber gehalten hat, sondern sich auch um das Wohl aller mit Herz und Humor gekümmert hat. Und mit seinem Segen – Urbi et Orbi – konnte sowieso nichts mehr schief gehen.
Herzlichen Dank aber auch an Gustav, der das erste Teilstück am Anreisetag gefahren ist und uns bereits ein bisschen auf die Reise eingestimmt hat.
Es war eine wirklich facettenreiche Reise, bei der sowohl Natur- als auch Kulturliebhaber auf ihre Kosten gekommen sind und die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann. Danke, Weiermair Reisen!
Vielen herzlichen Dank an Sieglinde Heitzendorfer für diesen großartigen Reisebericht!

